kurze Selbstdarstellung (alt)

Warum das Macker Massaker?

Auch nach drei Wellen des Feminismus ist Sexismus noch immer ein Thema und gesellschaftliche Realität. Gesellschaftliche Strukturen sind zu großen Teilen männlich dominiert und ein Erstarken von reaktionären Männerbewegungen ist festzustellen. So titeln Zeitschriften “Im Zweifel gegen die Männer” und erzeugen ein Bild, wonach “die Frauen” mittlerweile “die Männer” unterjochen würden und das Matriarchat quasi vor der Tür stünde. Eine antisexistische, emanzipatorische politische Praxis ist daher nach wie vor notwendig, auch in der Linken:
Antisexismus ist zwar ein Label, welches sich mit großer Beliebtheit an die Brust geheftet wird; die (politische) Praxis bleibt jedoch oftmals hinter diesem Anspruch zurück. Auf der persönlichen Ebene bleibt das Verhalten unreflektiert und auch in Gruppen findet eine Auseinandersetzung mit Sexismus oft nicht statt oder er wird als Nebenwiderspruch marginalisiert. So wird etwa in Antifagruppen oftmals nicht zwischen Mackerverhalten und notwendigem Selbstschutz unterschieden. Auch unterschwellige Ablehnung bis hin zu offener Diffamierung von (pro)feministischen Bestrebungen ist innerhalb der Linken keine Seltenheit. Auffällig finden wir, dass eine Reflexion von “Männern” in Bezug auf ihr eigenes Geschlecht bis auf wenige Ausnahmen nicht statt findet und die Diskussion im wesentlichen von FrauenLesben, Transgendern und Queers geführt und gefordert wird.

Was will das Macker Massaker?

Diese Überlegungen führten uns zur Initiative für das Macker Massaker 2010. Wir sind eine Gruppe von “Männern” und richten uns in erster Linie an Selbige. Zum einen weil Männer, auch wenn sie sich selbst nicht als Männer definieren (wollen), im Alltag immer wieder als solche bestimmt und behandelt werden. Zum anderen, weil Männer in einer sexistischen Gesellschaft die Hauptakteure und -profiteure sind. Wir halten feministische Kritik für notwendig und trotz queerem Anspruch wollen wir nicht die Realität einer gesellschaftlich konstruierten, dominierenden Zweigeschlechtlichkeit außen vor lassen.

An einem langen Wochenende soll (Anti-)Sexismus zum Thema gemacht, Selbstreflexion und Diskussionen angeregt, und eine antisexistische Praxis gefördert werden. Was Männlichkeit(en) ausmacht, wie Geschlechter konstruiert werden, ob nur Männer Macker sein können und viele andere Fragestellungen, sollen bei der Veranstaltung erarbeitet werden. Es ist also nicht notwendig, bereits alles klar zu haben, sondern es geht eben darum, sich mit der Thematik auseinander zu setzen. Auch wenn wir uns vor allem an Typen richten, sind alle Gender eingeladen teilzunehmen sowie an der Organisation oder als Referent_innen mitzuarbeiten.

Bei Interesse, Fragen, Kritik, Vorschlägen:
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